Jens Peters7 Comments

Rückblick KW3-2017

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Rückblick KW3-2017

Mit Erschrecken stellte ich fest, dass die Kommentare hier gar nicht freigeschaltet waren. Ein für mich essentieller Teil eines Blogs fehlte. Dies ist nun korrigiert. Ich freu mich über jeden Textbeitrag hier von euch. Die Woche war geprägt von Arbeit, Politik, Krankheit und dann doch noch Fußball.

Politik

Björn Höcke hielt diese hässliche Rede, auf die ich nicht verlinken mag. Ein spannender Beitrag dazu kommt von Historiker Moritz Hoffmann, der nur eine wenige Punkte der ominösen Rede direkt auf Twitter korrigierte und dann geleitet von vielen Antworten darauf, seine Korrektur noch etwas ausschmückte und mit Quellen versah. Nachsitzen für den Geschichtslehrer Höcke. 

Überhaupt schein dieser faktenverdrehende Rechtspopulismus nun auch wieder auf der Straße angekommen zu sein. Während ich lange Jahre niemanden mehr z.B. über Ausländer schimpfen hören musste, hatte ich letztes Jahr ein unschönes Erlebnis mit zwei Ü70ern in der Umkleidekabine eines Sportparks. Die beiden unterhielten sich über Petry und Co. und dass die ja mal sagen würden, wie es gehen würde. Sie kamen von A zu B und endeten schließlich bei Auschwitz. An dieser Stelle konnte ich mir dann nicht mehr verkneifen, sie darauf hinzuweisen, dass ich so einen Dreck hier nicht hören möchte, worauf der Wortführer mir erklären wollte, dass der Holocaust ja so oder so eine Legende in seinen Ausmaßen wäre, worauf ich flüchtete. Mir war speiübel. 

Kontrovers diskutiert wurde auch die #Yolocaust-Aktion. Ich bin mir im Nachhinein nicht sicher, ob es solcher Bilder bedarft hätte, um die Leute aufzurütteln und zum Nachdenken anzuregen. Die Blogrebellen eher kritisch, wobei das nicht alles meins ist. 

Enttäuscht gewesen von Casey Neistats Video von der Inauguration Trumps, der übrigens hier "Maker of the Year" wurde. Nicht ganz unverdient. Tolle Liste mit 100 kreativen Machern

Krankheit

Seit letzter Woche schleppe ich Schnupfen und Schlappheit mit mir rum. Seit Donnerstag und einem Arztbesuch weiß ich, dass ich einen Stirnhöhlenvereiterung ist, die ich wohl schon aus dem Dezember verschleppt hatte. Die Folge: quälende Kopfschmerzen seit Tagen. Krankschreibung. Antibiotikum. Örg.

Überhaupt ist das letzte Jahr gezeichnet von allen möglichen Krankheiten und Wehwehchen. Der Umzug hat einiges an Kraft gekostet und hier und da bin ich wohl ein bisschen zu weit gegangen. 

Arbeit

Zwei Jobs außer dem Standard. Einmal Filmen für die Fachhochschule Münster und deren Einrichtung für die Verbesserung der Lehre - das Wandelwerk. Die brauchen zum Hochschuldidaktik-Tag was zum Thema Digitalisierung und Diversity. 

Job Zwei ist ein kleiner Saisontrailer für mein altes Inlinehockey-Team. Münster Mottek. Dabei wieder mehr Leidenschaft für meine A-Kamera entwickelt. Ich hatte zuletzt überlegt wieder zu wechseln, aber gerade für diesen Job war sie perfekt. 

Sonst habe ich mein Heimarbeitszimmer endlich ansatzweise fertig geräumt. Es fehlt nur noch ein Sofa oder Ähnliches zum Lümmeln.

Fußball

Bundesliga-Start. Hurra. Freitag Freiburg gegen München und die Hoffnung, dass die Streich-Schützlinge eine kleine Überraschung schaffen, am Ende wie so oft Ernüchterung und die Gewissheit, dass selbst wenn die Bayern nicht auf Top-Niveau spielen, sie trotzdem bis in die Nachspielzeit brandgefährlich sind. Samstag schaute ich dann Bremen gegen Dortmund. Der BVB mit einem hochbegabten Team, dass ich schon oft und beeindruckt diese Saison gesehen habe. Es bleibt aber auch eine leverkuseresque Defensive und teils unerklärliche Fehler im Spiel nach hinten. Apropos Leverkusen. Das stand am Sonntag auf dem Programm. Ein 3:1 gegen Hertha. Ordentliches Spiel mit den zuletzt offensichtlichen Schwächen aus dem Spiel heraus. Hier und da Lichtpunkte. Gut: Brandt, Calhanoglu und Baumgartlinger und hier und da in Ansätzen Rückkehrer Bellarabi. Es macht ein wenig Hoffnung. 

Und sonst so?

Brot backen. Kann ich jedem nur ans Herz legen. Spart Unmengen an Geld (ein Brot für 3,50 Euro ist hier in der Familie oft an einem Abend aufgegessen) und ist vom Aufwand gar nicht so groß. Dabei wesentlich gesünder, wenn selbstgemacht (weniger Zusatzstoffe, längere Garzeiten). Heute und gestern habe ich das gemacht, wobei ich kaum noch Weizenmehl 550 hatte und das durch Dinkelmehl ersetzt habe. Herausgekommen sind vier sehr aromatische, saftige Brote, wovon ich eins gleich verschenkt habe. Bei Gelegenheit verblogge ich das mal in einem eigenen Beitrag. 

Laufen

Laufen war halt nicht und ich vermute vor übernächster Woche wird das auch nichts mehr. Damit habe ich schon einige Zeit für die Vorbereitung auf den Sommer verloren. Der Winter ist meist Kilometersammelzeit. Davon bin ich weit entfernt. Seufz.